Nach den Rückschlägen der letzten Wochen nun endlich mal eine erfreuliche Nachricht.
Die Zusammenlegung der beiden Ableger hat super funktioniert. In den letzte Tagen war ordentlich Leben am Flugloch, die Mädels kommen reichlich beladen von Ihren Flügen zurück. Herrliche Farbe bekommt man da zu sehen: Bienen, die am ganzen Körper gelb gepudert sind mit dicken gelben Höschen. Dann kommen Bienen mit fast weißem Pollen. Am interessantesten fand ich eine leuchtend rote Variante, Bienen und Pollenstaubhöschen fielen sofort auf im Gewimmel vor dem Flugloch. Reichlich Nektar und Wasser wird ebenfalls eingetragen, manchmal schaffen es die Immen gerade noch so aufs Flugbrett und müssen dort erst einige Zeit "verschnaufen", ehe sie in die Beute laufen.
Heute bei der ersten Nachschau nach dem großen Eingriff befand sich die Königin im oberen Brutraum.
Im unteren waren die mittleren Brutwaben voll mit Stiften und jüngster Brut. Die Randwaben waren wahre Pollenbretter und teilweise mit Honig gefüllt.
Im oberen Brutraum gab es ebenfalls reichlich Stifte und jüngste Brut. Viele junge Bienen befanden sich im Stock, die schlüpften aus den abgekehrten Brutwaben, die beim Zusammenlegen den Weg in meine Beute gefunden hatten. Eine Mittelwand war fertig ausgebaut, zwei weitere sind schon in Arbeit. Eine Überraschung bot der Drohnenbaurahmen. Er wurde letzten Montag(6.5.) eingehängt und war heute bereits fast fertig ausgezogen. Nicht schlecht meine Damen, nicht schlecht. Da kann ja nächste Woche der zweite Baurahmen folgen.
Ich habe heute eine dritte Zarge mit Absperrgitter aufgesetzt, um den Bautrieb zu befriedigen. Sollte es dort zu Honigeintrag kommen, werde ich die Waben in diesem Jahr wohl für die Ablegerbildung brauchen. An eine Honigernte denke ich erstmal noch nicht. Aber ich lasse mich da auch gerne überraschen.
Wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit anhält, werden wir nächste Woche schauen, ob wohl schon ein Brutableger gebildet werden kann. Schön wär´s. Je eher umso besser.
Ein Blog über Imkerei, Eigenbau und Honigerzeugung aus der Sicht eines Hobbyimkers. Quer durchs Bienenjahr, vom Einschlag des ersten Volkes bis hin zur Honigernte und der Einwinterung der Bienenvölker.
Sonntag, 12. Mai 2013
Dienstag, 7. Mai 2013
Aus zwei mach eins
Gestern Nachmittag war es also soweit. Die beiden Stöcke wurden zusammengelegt. Leider bei Nieselregen, aber die Mädels sind trotzdem sehr friedlich geblieben.
Alle Rähmchen aus der kleinen Beute wanderten zusammen mit einer wunderschön dicken und mobilen Königin in meine Zarge. Dazu gab es noch 4 Brutwaben mit verdeckelter Brut aus meinem "alten" Volk als Zugabe. Dafür wurden von den Brutwaben die ansitzenden Bienen abgekehrt und die Waben einfach in die zweite Zarge gehängt. Der Fegling verstärkt die Zuchtvölker meines Imkerpaten.
Nach der ganzen Aktion sieht es jetzt wieder so aus:
Wie man sieht, fliegen die Damen jetzt auch schon sehr zahlreich. Denn wie schon einmal erwähnt, stehen hinter meinen Bienen mehrere große, alte Kirschbäume in voller Blüte.
Die Flugbienen aus meiner Beute hatten sich übrigens wie erhofft zum größten Teil im weiselrichtigen Nachbarstock eingebettelt. Das hat uns viel Zeit erspart.
Nun heißt es Geduld bewahren, in 6 Tagen erfolgt die nächste Durchsicht. Das ist sicherlich für einen Anfänger die schwerste Lektion.
Alle Rähmchen aus der kleinen Beute wanderten zusammen mit einer wunderschön dicken und mobilen Königin in meine Zarge. Dazu gab es noch 4 Brutwaben mit verdeckelter Brut aus meinem "alten" Volk als Zugabe. Dafür wurden von den Brutwaben die ansitzenden Bienen abgekehrt und die Waben einfach in die zweite Zarge gehängt. Der Fegling verstärkt die Zuchtvölker meines Imkerpaten.
Nach der ganzen Aktion sieht es jetzt wieder so aus:
Wie man sieht, fliegen die Damen jetzt auch schon sehr zahlreich. Denn wie schon einmal erwähnt, stehen hinter meinen Bienen mehrere große, alte Kirschbäume in voller Blüte.
Die Flugbienen aus meiner Beute hatten sich übrigens wie erhofft zum größten Teil im weiselrichtigen Nachbarstock eingebettelt. Das hat uns viel Zeit erspart.
Nun heißt es Geduld bewahren, in 6 Tagen erfolgt die nächste Durchsicht. Das ist sicherlich für einen Anfänger die schwerste Lektion.
Sonntag, 5. Mai 2013
Die Königin ist tot, es lebe die Königin!
Es wäre so schön gewesen, wenn alles gleich von Anfang an funktioniert hätte. Aber erstens....., man kennt das ja.
Wenige Tage nach dem aufstellen der Beute haben wahrscheinlich die Arbeiterinnen die Königin im Stock "abgebissen"(O-Ton des Ableger-Erstellers). Bei der ersten Durchsicht haben wir die Königin nicht gefunden, aber es war noch jüngste Brut im Stock. Bei der zweiten Durchsicht eine Woche später war es sehr laut im Volk, keine Stifte und keine unverdeckelte Brut zu finden. Stattdessen ein (unbebrütetes) Spielnäpfchen, das aber offensichtlich zu spät angelegt wurde.
Nun hieß es, so schnell als möglich eine neue Königin zu bekommen, ehe mein Volk drohnenbrütig wird und ein Drohnenmütterchen die Herrschaft übernimmt. Zu meinem großen Glück hatte der Imker der mir den Ableger verkauft hat noch einen letzten Ableger da, den er auch sehr kurzfristig an meinen Standplatz bringen konnte. Das Flugloch wurde nur minimal zum einfliegen geöffnet, aber schon nach kurzer Zeit kam auch Bewegung in meine Beute nebenan. Die Flugbienen flogen aus und kamen kurz darauf dick beladen wieder zurück. Direkt hinter meinem Stand stehen 4 große alte Kirschbäume in voller Blüte. Gelandet sind sie aber nicht am angestammten Flugloch sondern sie bettelten sich in den Nachbarstock ein. Das hat ja schon mal prima geklappt. Morgen (Montag) legen wir die 2 Beuten zusammen, die restlichen Waben gehen in die Königinnenzucht des befreundeten Imkers.
Vielen Dank nochmal für die sehr schnelle, unkomplizierte Hilfe.
Wenige Tage nach dem aufstellen der Beute haben wahrscheinlich die Arbeiterinnen die Königin im Stock "abgebissen"(O-Ton des Ableger-Erstellers). Bei der ersten Durchsicht haben wir die Königin nicht gefunden, aber es war noch jüngste Brut im Stock. Bei der zweiten Durchsicht eine Woche später war es sehr laut im Volk, keine Stifte und keine unverdeckelte Brut zu finden. Stattdessen ein (unbebrütetes) Spielnäpfchen, das aber offensichtlich zu spät angelegt wurde.
Nun hieß es, so schnell als möglich eine neue Königin zu bekommen, ehe mein Volk drohnenbrütig wird und ein Drohnenmütterchen die Herrschaft übernimmt. Zu meinem großen Glück hatte der Imker der mir den Ableger verkauft hat noch einen letzten Ableger da, den er auch sehr kurzfristig an meinen Standplatz bringen konnte. Das Flugloch wurde nur minimal zum einfliegen geöffnet, aber schon nach kurzer Zeit kam auch Bewegung in meine Beute nebenan. Die Flugbienen flogen aus und kamen kurz darauf dick beladen wieder zurück. Direkt hinter meinem Stand stehen 4 große alte Kirschbäume in voller Blüte. Gelandet sind sie aber nicht am angestammten Flugloch sondern sie bettelten sich in den Nachbarstock ein. Das hat ja schon mal prima geklappt. Morgen (Montag) legen wir die 2 Beuten zusammen, die restlichen Waben gehen in die Königinnenzucht des befreundeten Imkers.
Vielen Dank nochmal für die sehr schnelle, unkomplizierte Hilfe.
Donnerstag, 25. April 2013
Los geht´s
Am 22.4. war´s nun endlich soweit.
Zum frühen Nachmittag haben wir unsere Beuten zu einem befreundeten Imker gebracht. Dort wurden die Ableger unter penibler Kontrolle der Waben umgesiedelt. 12 pralle Waben, davon 8 mit verdeckelter Brut wanderten in meine Zarge. Die Kästen wurden an den gleichen Ort wie die ursprüngliche Beute aufgestellt, um soviel wie möglich Flugbienen zu "erwischen". 3 Stunden später am frühen Abend haben wir die Kästen dann abgeholt, der Flugverkehr war inzwischen zum erliegen gekommen. An ihrem endgültigen Standplatz wurde ein schmales Flugloch geöffnet. Die nächsten 2 Tage hieß es nun einfliegen.
Nach 2 Tagen schönsten Frühlingswetters habe ich gestern(24.04.) das Flugloch ganz aufgemacht, damit die Damen, die bereits reichlich fliegen und dick mit Pollen beladen wiederkommen auch genügend Platz zum starten und landen haben.
Leider fehlt hier noch der Blechdeckel, aber der ist unterwegs, am Wochenende soll es ja regnen.
Am 28.4. wird es dann, so es das Wetter zulässt, die erste Nachschau geben. Sollten die Immen da schon oben gebaut haben wird es Zeit für eine Erweiterung. So sagt´s zumindest der Imker, der die Ableger gemacht hat. Ich bin sehr gespannt wies aussieht, das Ergebnis ist dann am Wochenende hier nachzulesen.
Freitag, 19. April 2013
Endlich Frühling!!
Seit gut einer Woche sind die Temperaturen endlich da, wo sie um diese Jahreszeit sein sollten. Die Salweiden stehen in voller Pracht. Dem entsprechend aktiv sind natürlich auch die Bienen.
Die spannende Phase beginnt für mich am Montag, da hole ich einen Ableger von einem befreundeten Imker und starte in mein großes Abenteuer. Alles ist fertig und vorbereitet, die Damen können einziehen.
Apropos einziehen: den Bausatz habe ich letztlich nicht genommen sondern alles selber gebaut, vom Boden über die Zargen bis hin zum Trennschied und dem Deckel. Das hat nur einen Bruchteil gekostet, viel Spaß gemacht und nebenbei hab ich auch noch was gelernt. Das einzig langweilige war das Rähmchen bauen, drahten und Mittelwände einlöten. Aber auch das ist geschafft. Bilder davon gibt´s bald zu sehen.
Jetzt kann ich´s kaum noch erwarten. Morgen wird der Bienenstand aufgebaut, der ist nicht weit von mir, nur ca. eine Minute zu Fuß Da kann ich öfter mal am Flugloch vorbeischauen und den Mädels bei der Arbeit zusehen.
Die spannende Phase beginnt für mich am Montag, da hole ich einen Ableger von einem befreundeten Imker und starte in mein großes Abenteuer. Alles ist fertig und vorbereitet, die Damen können einziehen.
Apropos einziehen: den Bausatz habe ich letztlich nicht genommen sondern alles selber gebaut, vom Boden über die Zargen bis hin zum Trennschied und dem Deckel. Das hat nur einen Bruchteil gekostet, viel Spaß gemacht und nebenbei hab ich auch noch was gelernt. Das einzig langweilige war das Rähmchen bauen, drahten und Mittelwände einlöten. Aber auch das ist geschafft. Bilder davon gibt´s bald zu sehen.
Jetzt kann ich´s kaum noch erwarten. Morgen wird der Bienenstand aufgebaut, der ist nicht weit von mir, nur ca. eine Minute zu Fuß Da kann ich öfter mal am Flugloch vorbeischauen und den Mädels bei der Arbeit zusehen.
Freitag, 22. März 2013
Auf geht´s
Jetzt geht´s also richtig los.
Gestern Abend fand die erste Sitzung des hiesigen Imkervereins statt, außer mir war noch ein Neuling anwesend. Wir haben den Altersdurchschnitt ganz schön gedrückt. Nun muss nur noch das Wetter stimmen, damit es endlich losgehen kann.
Die Beuten habe ich als Bausatz zum selber schrauben bestellt, alles in DNM. Bin gespannt, wie das funktioniert.
Apropos Wetter: es schneit wieder und die Temperaturen fallen noch tiefer in den Keller. Für heute Nacht sind Tiefstwerte um minus 15 Grad angesagt, da kann man sich nur an den Kopf fassen.
Aufgaben für die nächsten Tage sind noch genug. Zum einen heißt es lernen, der Fachkundenachweis Honig will erbracht werden und das Lehrmaterial zur Bienenzucht ist auch noch nicht vollständig abgearbeitet. In einem Gespräch erfuhr ich heute zufällig von der Auflösung einer alten Imkerei, etliche Arbeitsmaterialien daraus wurden mir angeboten. Mal sehn, wie die Sachen aussehen und ob da was draus wird.
Donnerstag, 7. März 2013
Der Fuchsbau wird zum Bienenstock
Seit einigen Jahren mache ich Met und musste den dafür benötigten Honig immer teuer zukaufen. Dadurch kam ich mit Imkern in Kontakt und mein Interesse für die Imkerei und Honigerzeugung wuchs ständig. Der Gedanke, einmal eigenen Honig für meinen Met verwenden zu können war sehr verlockend. Der Umstand, aktiv etwas für unsere Umwelt und den Erhalt der Bienen tun zu können ist gut fürs Gewissen, bekanntlich haben die Imkervereine mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen und die Biene ansich hat derzeit einen schweren Kampf auszufechten, der nur mit der Hilfe des Menschen gewonnen werden kann.
Deshalb werden nun Nägel mit Köpfen gemacht:
Am 21.März 2013 startet offiziell mein Experiment Hobbyimkerei.
An diesem Tag findet das erste Vereinstreffen des örtlichen Imkervereins dieses Jahres statt. Eine Mitgliedschaft in einem Imkerverein ist meiner Meinung nach besonders wichtig, um Anfängerfehler zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Erfahrungsaustausch und Fachsimpelei sind durch nichts zu ersetzen.
Vielleicht besteht hier später auch eine Möglichkeit, etwas günstiger an mein erstes Bienenvolk zu gelangen.
Außerdem habe ich zusätzlich die tolle Gelegenheit, einem befreundeten Imker aus dem Ort zum Saisonbeginn über die Schulter zu schauen und erste Erfahrungen zu sammeln.
Theoretische Grundlagen konnte ich mir mit seiner Hilfe bereits aneignen, Literatur gibts es da ja bekanntlich genügend und einschlägige Videoplattformen bieten ebenfalls ein Fülle an Information.
Einen Grundlehrgang werde ich trotzdem als erstes belegen. Videos und Bücher sind das Eine, jahrelange Erfahrung im Umgang mit Bienen und allem was dazu gehört sind das Andere. Dabei denke ich vor allem an die Bekämpfung der allgegenwärtigen Varroa-Milbe, das erkennen von Missständen und Krankheiten im Stock und dergleichen mehr.
Nun bin ich ziemlich aufgeregt und kanns kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Alles was passiert gibts dann hier zeitnah zum nachlesen.
Deshalb werden nun Nägel mit Köpfen gemacht:
Am 21.März 2013 startet offiziell mein Experiment Hobbyimkerei.
An diesem Tag findet das erste Vereinstreffen des örtlichen Imkervereins dieses Jahres statt. Eine Mitgliedschaft in einem Imkerverein ist meiner Meinung nach besonders wichtig, um Anfängerfehler zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Erfahrungsaustausch und Fachsimpelei sind durch nichts zu ersetzen.
Vielleicht besteht hier später auch eine Möglichkeit, etwas günstiger an mein erstes Bienenvolk zu gelangen.
Außerdem habe ich zusätzlich die tolle Gelegenheit, einem befreundeten Imker aus dem Ort zum Saisonbeginn über die Schulter zu schauen und erste Erfahrungen zu sammeln.
Theoretische Grundlagen konnte ich mir mit seiner Hilfe bereits aneignen, Literatur gibts es da ja bekanntlich genügend und einschlägige Videoplattformen bieten ebenfalls ein Fülle an Information.
Einen Grundlehrgang werde ich trotzdem als erstes belegen. Videos und Bücher sind das Eine, jahrelange Erfahrung im Umgang mit Bienen und allem was dazu gehört sind das Andere. Dabei denke ich vor allem an die Bekämpfung der allgegenwärtigen Varroa-Milbe, das erkennen von Missständen und Krankheiten im Stock und dergleichen mehr.
Nun bin ich ziemlich aufgeregt und kanns kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Alles was passiert gibts dann hier zeitnah zum nachlesen.
Montag, 19. September 2011
Start
Hallo zusammen.
Ab sofort wirds hier mehr oder weniger regelmäßig Neuigkeiten aus dem Fuchsbau im Auenland geben.
Allerlei Geschichten und Geschichtchen aus unserem Alltag mit allen seinen Irrungen und Wirrungen, kleinen Freuden oder mittelschweren Katastrophen.
viel Spaß beim lesen
Ab sofort wirds hier mehr oder weniger regelmäßig Neuigkeiten aus dem Fuchsbau im Auenland geben.
Allerlei Geschichten und Geschichtchen aus unserem Alltag mit allen seinen Irrungen und Wirrungen, kleinen Freuden oder mittelschweren Katastrophen.
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